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Sommerlager mit Pfadfindertechniken

Innovatives Freizeitkonzept für Jungen und Mädchen bis 17 Jahre, dass auf weniger – statt mehr – Technik setzt.

Kurzbeschreibung
Mit dem Konzept „SOLA“ soll ein Gegenpol in unserer, durch die Vielfalt der Medien bestimmten, Gesellschaft gesetzt werden.  Das Konzept ist speziell auf das Leben der Jugendlichen in der medialen Welt eingestellt und zeigt neue, naturverbundenere und „Erlebniss-Pädagogischere“ Formen der Freizeitarbeiten. SOLA stellt sich den neuen Herrausforderung der Gesellschaft und wirkt dem Medienboom entgegen, indem es mit weniger, statt mehr, Technik eine gute Freizeit ermöglicht!

Alter
bis 17 Jahre

Gruppengröße
24-36 Teilnehmer

Realitätsverlust im Alltag? Durch das Internet verlagert sich unser Leben immer weiter in den virtuellen Raum. Um der Lebenswelt von Jugendlichen zu entsprechen passt sich die Jugend- und Freizeitarbeit häufig diesem Trend an. Der Trend geht zu komfortablen Freizeiten mit multimedialem Programm. Das Konzept SOLA (Sommerlager mit Pfadfindertechniken) geht einen ganz anderen Weg. Mit folgenden Kernzielen setzt SOLA bewusst einen Gegenpol:

  • Primär-Erfahrungen statt reizüberfluteter aber erlebnisarmer Medienkultur.
  • Gemeinschaftsprogramm aller Freizeitteilnehmer oder einzelner Zeltfamilien steht im Vordergrund.
  • Fähigkeiten erlernen, die man heute nur noch schwer lernen kann (z.B. Kochen, Feuer machen, Handwerken, …).
  • Achtsamen Umgang mit Natur und Dingen wird praktisch eingeübt. Zum Beispiel beim Abbau des Zeltlagers.
  • Teilnehmer können Freizeit mitgestalten. So werden Jugendliche zum Prosumenten (vgl. Web 2.0).
  • Raum schaffen für gesunde Beziehungen und Glaubensrituale. Ein Beispiel dafür sind die Zeltfamilien, in denen das Camp organisiert wird.

Mit SOLA-Konzept ähnelt dem Pfadfinden. Dennoch versteht sich SOLA nicht als Pfadfinderlager sondern vielmehr als Mischform aus Outdoor-Freizeit und herkömmlicher Freizeitarbeit. Nicht nur inhaltlich geht SOLA neue Wege. Durch die Konzeption als Niedrig-Preis-Freizeit eröffnen sich neue Möglichkeiten. Es lohnt sich das Konzept genauer unter die Lupe zu nehmen.

weitere Inforamtionen

Ideengeber: A. Niepagen (eMail)
Bild: Creative Commons, the contented

Frust

Was tun, wenn mich der Frust packt?

Kurzbeschreibung
Eine Andacht für Teens, die mal gefrustet sind.

Alter
12 – 17 Jahre

Gruppengröße
2 – 8 Personen

Ziel
Teenager erleben viele frustrierende Erlebnisse in der Schule, im Elternhaus, mit den Freundinnen. Es ist gut, wenn man ihnen Möglichkeiten bietet damit umzugehen.

Vorbereitungszeit
10 Minuten

Dauer der Durchführung
15 – 20 Minuten

benötigtes Material
Kreuz, Steine, Lied „Ich bin bei dir“ Feiert Jesus 3 Nr. 87

Beschreibung
1) Einstieg: wir spielen ein Spiel miteinander. Das kann ein längeres Gesellschaftsspiel sein oder auch ein sehr kurzes Spiel wie z.B. Karten ziehen.

2)  Es gibt immer einen Verlierer. Verlieren ist für viele ein frustrierendes Erlebnis. Der/die Leiter/in erzählt von einem Erlebnis, das ihn/sie selbst sehr frustriert hat. Es gibt Dinge, die uns einfach nicht los lassen und wir steigern uns oft sehr hinein, weil wir oder andere unseren Erwartungen nicht gerecht werde.

3) Jetzt sollen / dürfen alle Teens von einem frustrierenden Erlebnis erzählen.

4) Wir tauschen uns gemeinsam darüber aus, was uns hilft, wenn wir frustriert sind. Mit der Freundin reden, mit dem Papa, im Zimmer einschließen und Musik hören etc.

5) Jesus spricht zu uns: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. „Matthäus 11,28. Wir dürfen unseren Frust bei Jesus abladen. Es hilft, wenn wir nicht einfach nur darüber beten, sondern Jesus wirklich unsere Lasten abgeben. Es hilft vor allem, wenn wir laut beten und nicht bloß in Gedanken.

6) Wir singen gemeinsam das Lied „Ich bin bei dir“ aus dem Feiert Jesus 3 Nr. 87. Währenddessen hat jeder die Möglichkeit einen Stein als Symbol für Frust und Last vor dem Kreuz abzulegen.

7) Wir schließen mit einem Gebet ab.

Autorin
Damaris Seidel

Bildrechte: (syukaut, CCL)

Schätze

„Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ Lukas 12, 34

Kurzbeschreibung
Eine Bibelarbeit zum Thema Schätze. Jeder hängt sein Herz an irgendetwas. Aber sind die Dinge es auch wert, dass wir unser Herz daran hängen?

Alter
ab 13 Jahren

Gruppengröße
ab 3 Personen

Ziel
Die Jugendlichen sollen sich Gedanken darüber machen, was wirklich wichtig im Leben ist. Es geht darum, sich selbst kennen zu lernen und vielleicht auch Prioritäten zu setzen.

Vorbereitungszeit
30 Minuten

Dauer der Durchführung
60 Minuten

benötigtes Material
Kopierte Blätter, Stifte, ruhige Musik für die Einzelarbeiten

Beschreibung

1) Wir sammeln in der Runde, was heute als Schatz bezeichnet wird.

2) Aufgabe zu zweit oder zu dritt: Was macht einen Schatz zu einem Schatz? Schreibt eine Definition.

  1. Mach dich auf die Suche nach deinen Schätzen!

Jeder soll Zeit für sich alleine haben, um folgende Fragen zu beantworten:

  1. Was sind deine Schätze im Leben?
  1. Welche Dinge sind es wert, deine Schätze zu sein?
  1. Bist du noch auf der Suche nach Schätzen?
  1. Hör nie auf zu suchen nach deinen Schätzen!
  1. Von falschen Schätzen

In Lukas 12, 34 steht: „Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

Folgende Fragen sollen zu zweit oder zu dritt beantwortet werden:

Was bedeutet dieser Satz? Wo ist dein Schatz? Wo ist dein Herz? Sind diese Dinge es wirklich wert, dass du dein Herz daran hängst?

  1. Auch du bist ein Schatz!

In der ganzen Gruppen wird folgender Vers vorgelesen:
In Johannes 3, 16 steht: Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. (Gute Nachricht)

Was bedeutet das?
Auch du bist ein Schatz!
1. Gott sucht dich und hat Sehnsucht nach dir.
2.  Er freut sich über dich! Er will dich beschützen und hüten wie einen Schatz!
3. Gott opfert seinen Sohn, damit er bei dir sein kann!

Dateien
 Arbeitsblatt Schätze

Autor
Damaris Seidel

Bildrechte: (Zanthia, CCL)

Unterschiede im Jüngerkreis

Eine Bibelarbeit für den Mitarbeiterkreis oder junge Erwachsene.

Kurzbeschreibung
Wir sind alle verschieden und können doch irgendwie zusammen leben und müssen miteinander auskommen. Wie können wir es lernen Unterschiede als fruchtbar und nicht als trennend zu empfinden. Am Beispiel des Jüngerkreises wollen wir uns auf den Weg machen!

Alter
ab 16 Jahren

Gruppengröße
ab 5 Personen

Ziel
Die Gruppe soll anhand des Jüngerkreises Vorteile und Herausforderungen, die Unterschiede mit sich bringen, erkennen und diese positiv in Bezug zu ihrer eigenen Jugendarbeit setzen.

Vorbereitungszeit
30 Minuten

Dauer der Durchführung
60 Minuten

benötigtes Material
Kopierte Arbeitsblätter, Bibeln, Stifte

Beschreibung

Überlegungen in der Vorbereitung:

Der Entwurf bietet verschiedene Ideen zur Herangehensweise des Themas „Unterschiede im Jüngerkreis“. Dazu ist es notwendig bei den einzelnen Elementen den jeweiligen Mitarbeiterkreis vor Augen zu haben. Ist der  Mitarbeiterkreis eine homogene Gruppe, sollte der Abend gerade auf diese Tatsache kritisch hinlenken. Ist er sehr bunt zusammen gewürfelt sollte der Kreis darin seine Stärken, aber auch die Herausforderung der Zusammensetzung erkennen.

Einstieg:

Lesen von Markus 3, 13 – 19

Für einen lockeren Einstieg eignet sich ein Quiz um den Jüngerkreis. Je nach Bibelkenntnissen kann es abgeändert werden. Die Regeln sind flexibel (auf Schnelligkeit, mit Einsatz von Punkten etc). Evtl. können  Bibeln als Hilfsmittel bereit gestellt werden. Es sollte in Gruppen gespielt werden, um den Spaßfaktor zu erhöhen und Unkundige nicht bloß zu stellen. Einige Quizfragen zur Auswahl:

  • Wer schlug bei Jesu Festnahme einem Soldaten das Ohr ab? Petrus
  • Wer gehörte einer radikal-politischen Gruppierung an? Simon Kananäus/Judas Zelotes
  • Was war Matthäus/Levi von Beruf? Zöllner
  • Wie lautete der Geburtsname des Petrus? Simon
  • Nennt ein Brüderpaar! Johannes und Jakobus, Andreas und Petrus
  • Was war das Ziel der Zelotenpartei? Befreiung Israels (mit Gewalt) von der römischen Besetzung
  • Wer wurde der „Zwilling“ genannt? Thomas
  • Beschreibt in kurzen Sätzen den Stand der Zöllner! Sie waren von Juden verhasst, weil sie den Zoll  für die Römer eintrieben und täglich Umgang mit Heiden hatten. Meist waren sie korrupt und daher sehr reich.
  • Wer lag beim letzten Abendmahl zur Brust Jesu? Johannes
  • Wer verriet Jesus?  Judas Iskariot
  • Nennt sechs der zwölf Jünger!  Petrus, Andreas, Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Matthäus/Levi, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Thaddäus Lebbäus, Simon Kananäus (der Zelot), Judas Iskariot
  • Wessen Jünger waren Petrus und Andreas bevor sie Jesus folgten? Johannes, des Täufers

Ein Gedanke zum Einstieg:

Unterschiede fallen oft erst im Vergleich auf:
– Erst wenn ich einen Menschen sehe, der seine Zunge rollen kann, weiß ich, dass ich anders bin, weil ich meine nicht rollen kann.
– Erst wenn wir in der Familie über Finanzen diskutieren, stelle ich fest, dass ich meinen Geschwistern gegenüber reich bin.
– Erst im Vergleich mit andern Gitarristen, merke ich, dass ich ganz schön gut Gitarre spielen kann.

=> Beim Thema „Unterschiede“ kommt es immer auf die Perspektive an!

Gruppenarbeit:

An Pfingsten erscheinen uns die Jünger als Einheit und sie strahlen im Licht des einen Heiligen Geistes. Schauen wir uns nun vier Jünger etwas intensiver an…

Der Kreis wird in vier Gruppen aufgeteilt. Je nach Gruppengröße kann auch ein Jünger entfallen. Jede Gruppe bekommt Kurzbeschreibungen der folgenden Jünger. Sie sollen sich ihren jeweiligen Jünger genau anschauen und eventuell noch mehr Informationen sammeln(mit Hilfe von Bibelkommentaren, Konkordanzen, Internet oder Bibel). Sie sollen sich in den Jünger hinein versetzen und zu verschiedenen Situationen mögliche Gedanken des Jüngers aufschreiben.

Mögliche Situationen:

  • Die Frage nach der kaiserlichen Steuer Mt 22, 15ff
  • Von den wahren Verwandten Jesu Mk 3, 31ff
  • Die Tempelreinigung Mk 11, 13ff

Simon Kananäus/Judas Zelotes:
Bekannt als Rebell von der Partei der Zeloten war er ein Mann mit sehr starkem Nationalgefühl.  Er wollte die Römer, wenn es sein muss mit Gewalt, vertreiben und konnte daher auch Zöllner nicht leiden, weil sie für die Römer arbeiteten. Welche Erwartungen hatte er wohl an Jesus? Wo wird er seine Schwerpunkte in der Mission und in der Gemeinschaft mit Jesus gehabt haben?

Simon Petrus:
Er war Fischer am See Genezareth und hatte Frau und Kinder. Er hatte ein Haus in Kapernaum und war früher Jünger von Johannes dem Täufer, der als absoluter Freak in Israel galt, allerdings sehr konservativ nach den Schriften der Juden predigte. Außerdem war er der vorlaute Anführer mit außerordentlichen Leitungskompetenzen, direkt und ehrlich, energisch und begeisterungsfähig. Wie sah wohl seine Beziehung zu Jesus aus? Wie war sein Umgang mit Menschen und auf was legte er Wert in der Mission?

Matthäus hebr. Levi:
Als Zöllner arbeitete er für die Römer. Aufgrund des täglichen Umgangs mit Heiden,  wurde er gemobbt und gehasst von Juden. Er wurde in Kapernaum von Jesus entdeckt und in eine Gemeinschaft aufgenommen, wie er sie wahrscheinlich noch nie zuvor erlebt hatte.  Er hatte zwar Geld und Reichtum, doch keine Freunde. Wie wird er Jesus wahr genommen haben? Was hat er von ihm und der Jüngergemeinschaft erwartet?

Johannes:
Wegen seines Übereifers nannte Jesus ihn mit seinem Bruder Jakobus die „Donnersöhne“. Er war Fischer und nennt sich selbst „Der Jünger, den Jesus lieb hatte“. Er bezeichnet Gott selbst als die Liebe. Er ist der Jüngste der Runde und gehört zum engeren Kreis der drei Jünger, die z.B. Jesu Verklärung erleben. Wie wird er Jesus wahr genommen haben? Wie war seine Beziehung zu ihm und wie hat er ihn verkündigt?

Im Plenum …

…stellen sich die einzelnen Jünger vor. Hier kann ein Rollenspiel durchgeführt werden. Sicher gab es oft Diskussionen und Streitereien, gerade, wenn man über drei Jahre so eng zusammen lebte. Dennoch scheinen die Unterschiede im Jüngerkreis der Einheit an Pfingsten und der gemeinsamen Aufgabe nicht im Weg zu stehen.

Zur Diskussion: Wie schafft ein Kreis das? Trotz oder gerade wegen(?) der Unterschiede für eine so große Aufgabe zu kämpfen?

Methodenvorschläge zur Vertiefung:

Stille Diskussion „Unterschiede, über die wir stolpern“/ „Unterschiede, die uns ergänzen“

Erarbeitung in zwei Gruppen „Bei welchen Themen in unserer Jugendarbeit a)haben Unterschiede Vorrang und sind wichtig b) sollten wir über Unterschiede hinweg sehen?“

Partnerarbeit Zu zweit sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgeschrieben werden

Viele Unterschiede fallen erst in der Gemeinschaft auf. Deswegen ist Gemeinschaft so bereichernd und wichtig für den Menschen. Erst in der Gemeinschaft mit anderen wird die Einzigartigkeit des Menschen sichtbar.

Die Jünger sind nicht um ihretwillen oder um der Gemeinschaft willen beisammen. Sie bekommen einen Auftrag, für den sie in der Gemeinschaft gerüstet werden.

Abschließende Fragen zum Gruppengespräch oder zur Andacht:

Was ist unser gemeinsamer Auftrag? Wer kann sich wo und wie einbringen? Wo müssen noch Aufgaben gefunden werden für Menschen?

Wir schließen mit einer Gebetsgemeinschaft ab.

Autorin
Damaris Seidel

Bildrechte: (WELS World Missions Clipart, CCL)

Fasten

Fasten ist keine veraltete Tradition!

Kurzbeschreibung
Das Thema Fasten kann mit Jugendlichen sehr lebendig und wertvoll gestaltet und praktiziert werden!

Alter
ab 13 Jahren

Gruppengröße
ab 3 Personen

Ziel
Jugendliche sollen das Thema Fasten kennen lernen und Mut gewinnen es mal auszuprobieren.

Vorbereitungszeit
15 Minuten

Dauer der Durchführung
30 Minuten

benötigtes Material
Vorbereitete Zettel, Stifte

Beschreibung

Fasten
Einige Hintergrundinformationen zu Anfang:

  • Sehr alte Tradition in vielen Religionen (Moslems feiern bis heute den Ramadan)
  • Im Alten Testament:
    • Trauerklage bei Verstorbenen,
    • vor einer großen Gefahr oder Unheil,
    • nach geschehenem Unheil,
    • Buße
  • 40 Tage Fasten: die Zahl 40 hat biblischen Hintergrund: 40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35), 40 Tage begegnet Moses Gott auf dem Sinai (Ex 24,18), 40 Tage wandert Elias zum Berg Horeb (1 Kön 19,8), 40 Tage fastet Jesus in der Wüste (Mt 4,2; Lk 4,2)
  • 1091 nahm eine Synode (von Benevent) die Sonntage als Gedächtnistage der Auferstehung vom Fasten aus (Herrentage)

Aber warum fastet man überhaupt?
Karten mit einzelnen Stichworten werden gezeigt und in die Mitte gelegt(s. Datei):

  • Leid: Gedenken des Leides Jesu, mitleiden, Leid teilen, Leid bewusst machen
  • Verzicht: sich üben im Verzicht, „Ich beweis‘ mir selber, dass ich auf nichts anderes abfahren will als auf Vernünftiges, auf das, was mir und anderen wirklich dient.“
  • Freiheit: „Du nimmst die Freiheit, dir nicht alles zu nehmen, wozu du Lust hast – das ist der Kick.“ Bruder Paulus Terwitte
  • Gebet: „Fasten ist mehr als nur der Verzicht auf Genussmittel. Sich ausrichten auf Gott, den inneren Schweinehund überwinden, noch mal verzeihen, eine Runde mehr beten, die Stille mit Gott suchen und den Lärm ausschalten“
  • Schöpfung: In der Fastenzeit muss heute nicht auf Essen und Trinken verzichtet werden, sondern sie soll auf einen sinnvollen Umgang mit den Gaben Gottes und der Schöpfung hinweisen und uns aufzeigen, wie wir verantwortungsvoll unser Leben gestalten können.
  • Buße: in der Kath. Kirche als Zeichen das Aschekreuz auf die Stirn „Gedenke Mensch, dass du aus Staub bist und zum Staub wirst du zurückkehren“
  • Suche: mal abschalten, mal anders leben, mal suchen, was ich nicht vermisse?
  • Vorbereitung: Die Fastenzeit soll die Christen wieder zu sich selbst führen. Wenn Christen diese Zeit richtig nutzen, besser gesagt, vielleicht richtig leben, und sich auf das Angebot dieser Wochen einlassen, dann kann sich in ihrem Leben manches verändern.
  • Trauer: Leidenszeit, so wie es Festtage gibt, muss der Mensch auch trauern
  • Gewinn: „Deshalb geht es in unserem Fastenkalender auch weniger um Verzicht, als um Gewinn: Zeit gewinnen für Freunde, Kraft gewinnen für ein lange aufgeschobenes Telefonat, Mut sich mal etwas Gutes zu tun“ Bruder Paulus Terwitte
  • Reinigung: den Körper entgiften (Fastenwoche ist sehr gesund) und den Geist mal von allem reinigen, was mich sonst belastet oder bewegt
  • Demut: ich denke an andere, ich hebe meinen Blick weg von mir selbst und lass mir ein großes Herz schenken für die Menschen, wenn ich beim Fasten nur an mich denke, wird es zur Qual

1) Überlegungszeit: Was will ich fasten? Begrenzte Zeit, um etwas auszuprobieren, keine zu große Herausforderung!

2) Jeder bekommt eine Karte mit „Vertrag“ (s. Datei), die er für sich persönlich ausfüllt.

3) Jeder soll dabei seine Schwerpunkte setzen in seiner Fastenzeit => innerlich auf 3-4 Karten festlegen.

4) Zum Abschluss wollen wir miteinander beten, denn Fasten und Gebet gehören zusammen:

Vom Fasten (Matthäus 16, 16 – 18)

Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Datei
StichworteFasten

Autorin
Damaris Seidel

Bildrechte: (Stéfan, CCL)

Wegstreich-Methode

Nur das Spannende bleibt übrig!

Kurzbeschreibung
Es ist zwar ungewohnt, aber sehr spannend Dinge aus der Bibel zu streichen!

Alter
ab 13 Jahren

Gruppengröße
ab 3 Personen

Ziel
Der Kern des Bibeltextes sieht für jeden ganz anders aus!

Vorbereitungszeit
10 Minuten

Dauer der Durchführung
20 – 30 Minuten

benötigtes Material
Bibeltext in Kopie für jede Person, schwarze Eddings

Beschreibung
1) Gebet: Wir laden den Herrn zu uns ein.

2) Der Text wird zunächst einmal laut vorgelesen.

3) Danach hat jeder noch mal Zeit, den Text für sich alleine durchzulesen.

4) Dann fängt jeder an einzelne Worte weg zu streichen. Dies sollte solange gemacht werden bis jeder nur noch wenige Worte von seinem Text stehen hat. Alles was NICHT dazu gehört, wird nun nach und nach mit dem Edding weg gestrichen. Füllwörter zum Beispiel, nähere Beschreibungen, die ich nicht entscheidend finde, vielleicht Wiederholungen (vielleicht die aber auch gerade NICHT…).

6) Wenn alle fertig sind, können die, die wollen, ihren gründlich »gesiebten« Ergebnistext vorlesen.

Abschließend kann sich gegebenenfalls noch eine Austauschrunde anschließen und ein Gebet

Autor
Ingo Müller

Vesteras Methode

Mit Hilfe von Zeichen und Symbole lernen wir Bibeltexte kennen.

Alter
ab 13 Jahren

Gruppengröße
ab 3 Personen

Vorbereitungszeit
10 Minuten

Dauer der Durchführung
20 – 30 Minuten

benötigtes Material
Den Bibeltext auf Kopien für jede Person

Beschreibung
1) Gebet: Wir laden den Herrn zu uns ein.

2) Einer liest den Abschnitt laut und langsam vor.

3) Jetzt lesen alle den Text in der Stille noch mal und setzt dabei folgende Zeichen an die Zeilen:

? = Da hab ich eine Frage (Fragezeichen)

!  = Hab ich kapiert (Ausrufezeichen)

Blitz = Das lehne ich ab

–  = bin der gleichen Meinung (Bindestrich)

Herz = Hab ich auch schon eine Erfahrung mit gemacht

4) Tauscht euch zunächst über die „?“ aus. Einer mit dem „!“ kann erklärend helfen.

5) Die Blitze, Bindestriche und  Herzen geben meisten den Gesprächstoff vor und können danach besprochen werden.

6) Wir fassen zusammen.

7) Wir schließen das Gespräch mit einem Gebet ab.

Autor
Ingo Müller

Übersetzen in Bilder

Bilder sagen mehr als Worte.

Kurzbeschreibung
Wir finden und erstellen Bilder, die den Bibeltext wieder geben.

Alter
ab 9 Jahren

Gruppengröße
ab 3 Personen

Ziel
Kinder und Jugendliche können über selbst erstellte Bilder und Fotografien einen eigenen Zugang zum Bibeltext bekommen und Gott erfahren.

Vorbereitungszeit
10 Minuten

Dauer der Durchführung
20 – 30 Minuten

benötigtes Material
Bibeln, Blätter, Farben (Buntstifte, Wassermalfarben, Abtönfarben, Wachsmalstifte etc.), Fotoapparat

Beschreibung
1) Gebet: Wir laden den Herrn zu uns ein.

2) Einer liest den Abschnitt laut und langsam vor.

3) Dann lesen alle den Text in der Stille noch mal durch.

4) Der Text wird jetzt in Gruppen oder einzeln in Bilder übersetzt. Diese Bilder können mit der Kamera oder auch mit Stiften und Papier entstehen.

5) Am Ende betrachtet man gemeinsam einen Bildertext, der die Aussage der Bibel heraushebt.

6) Wir schließen das Gespräch mit einem Gebet ab.

Autor
Ingo Müller
(Bildrechte: evangelisch.de, CCL)

Tägliche Besinnung

Meine persönliche stille Zeit gestalten.

Kurzbeschreibung
Wir wollen Gott nicht nur in der Gruppe begegnen, sondern auch ganz persönlich jeden Tag.

Alter
ab 16 Jahren

Gruppengröße
ab 1 Person

Ziel
Gott redet in der Stille zu unseren Herzen.

Vorbereitungszeit
keine

Dauer der Durchführung
10 – 15 Minuten

benötigtes Material
Bibel, Tageslosung etc.

Beschreibung
1) Stille: Still werden, stehend oder sitzend, auf den eigenen Atem konzentrieren, nicht auf die eigenen Gedanken! Geschlossenen Augen helfen.

2) Bibel: Ein Bibelwort mehrmals lesen. z.B. Tageslosung

3) Meditieren: Wiederholend das Wort umkreisen, seine Bildschicht verinnerlichen, den Gehalt zu Herzen nehmen.

4) Fragen: Eventuell ein Frage bedenken, die ich persönlich mit dem Wort verbinde.

5) Beten: Staunen oder Betroffenheit aussprechen, Dank sagen, Bitte und Fürbitte vorbringen. Schließen mit dem „Vater Unser …“

6) Segen: Um den Segen bitten.

Autor
Ingo Müller



(Bildrechte: Michael Bienieck, CCL)

SMS an Gott

Kurzbeschreibung
Wir schreiben täglich SMS. Schon mal eine an Gott geschrieben?

Alter
ab 10 Jahren

Gruppengröße
ab 1 Person

Ziel
Gott hört nicht nur alles, sondern er liest auch alles, was wir ihm schreiben wollen.

Vorbereitungszeit
keine

Dauer der Durchführung
15 Minuten

benötigtes Material
ein Handy pro Person oder Zettel mit 160 Zeichen, Stifte

Beschreibung
1) Gebet: Wir laden den Herrn zu uns ein.

2)    Wir schreiben Gott eine SMS! (160 Zeichen) Dazu könnt ihr auch euer Handy nehmen!

3) Der Leiter kann Themen fest legen:

  • Was ich schon immer mal Fragen wollte.
  • Was ich dir sagen möchte!
  • Niemand weiß es, aber du sollst es wissen.
  • Dafür danke ich dir!
  • Das bitte ich dich!
  • Das verstehe ich nicht?
  • usw.

4) Am Ende können alle, wenn sie wollen ihre SMS an Gott laut vorlesen.

5) Wir schließen das Gespräch mit einem Gebet ab.

Autor
Ingo Müller

(Bildrechte: Stefano Mortellaro, CCL)